Freifläche Friedhof Wandel in der Bestattungskultur

Mit der Veränderung der Gesellschaft geht eine Veränderung der Bestattungskultur einher. Dies erfordert neue Angebote auf allen Friedhöfen, unabhängig von der Trägerschaft durch Kirchen oder Kommunen. Kolumbarien, Baumbestattungen und andere Möglichkeiten sollten rechtzeitig eingeplant werden, um den Bedarf zeitgemäß zu decken. Wir haben schöne Beispiele gefunden.

Die Feuerbestattung verdrängt immer mehr die klassische Erdbestattung – unsere Sepulkralkultur befindet sich im Wandel. Friedhofsbetreiber müssen sich rechtzeitig über Angebote, Flächenplanung und Kostendeckung Gedanken machen. Der Wandel ist durch vielfältige Faktoren bedingt: So kostet eine klassische Erdbestattung mit 25-jähriger Liegezeit und traditioneller Trauerfeier durchschnittlich zwischen 5.000 und 7.000 Euro – ohne Grabstein und ohne Grabpflegekosten. Es ist leicht nachvollziehbar, dass sich das immer weniger Hinterbliebene leisten können und dass sich viele wünschen, ihre Hinterbliebenen nicht mit diesen Summen belasten zu müssen. Hinzu kommt, dass sich seit dem Wegfall des Sterbegeldes der Krankenkassen 2004 der Rahmen des zur Verfügung stehenden Geldes geändert hat. Wohl auch deshalb erfreuen sich seit einiger Zeit Billigbestattungen für unter Tausend Euro großer Nachfrage. Außerdem benötigen immer mehr Menschen eine Sozialbestattung durch die Kommunen. Zudem sind Tod und Trauer in der Leistungsgesellschaft ein tabuisierter Bereich, der eher verborgen durchlebt wird – so haben breit in der Gesellschaft verankerte Bestattungs- und Trauerrituale an Bedeutung verloren. Neue entstehen. Die Anbindung an religiöse Traditionen lässt einerseits stark nach und erweitert sich andererseits um Religionen aus anderen Kulturkreisen.
Man muss man sich heute auch fragen, ob lange Liegezeiten überhaupt noch Sinn machen, denn durch wechselnde Familienformen und eine mobile Gesellschaft befinden sich Angehörige oft gar nicht mehr in der Nähe des Grabes. Oder es gibt schlicht keine Angehörigen mehr. Kurzum: Die Gesellschaft braucht Bestattungsformen, bei denen die Kosten und der Grabpflegeaufwand verringert sind. Professor Reiner Sörries, Direktor des Kasseler Museums für Sepulkralkultur, schrieb in Hinblick auf die Tendenzen der europäischen Friedhofskultur: „ … Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis der Friedhofszwang wie in vielen anderen europäischen Ländern schwindet, oder etwa das deutsche Meisterprivileg für die Grabmalbranche fällt, und ausländische Anbieter noch aggressiver als bisher auf den Markt drängen und die Friedhofslandschaft verändern. Das Spiel der freien Kräfte wird immer turbulenter. Konzentrationen auf dem Bestattungsmarkt sind die ersten Vorboten dieser zwangsläufig kommenden Entwicklung. Wir wissen noch nicht genau, was sie mit sich bringt, zweifellos liegen die Feuerbestattung und die Fragen der Ökonomie im europäischen Trend.“

Im Trend:
individuelle Bestattungsrituale

Neben dem Kosten- und Grabpflegefaktor lässt sich eine weitere Anforderung ausmachen: die Individualisierung. Einstige religiöse Rituale werden mit individuellen ersetzt. Ein Vorbote einer ganz neuen individuellen Sepulkralkultur ist das uns heute vielleicht noch als kurios erscheinende Beispiel des ersten europäischen Fußball-Friedhofes des HSV in Hamburg: Eine letzte Ruhestätte direkt am Stadion mit treppenförmig aufsteigend angeordnete Grabreihen als Miniaturstadion, Urnen in Blau-Weiß, mit der Vereinsraute verzierte Särge und die Stadionhymne am offenen Grab: All das bietet der HSV seinen Vereinsmitgliedern beim „Schlusspfiff in allen Vereinsehren“. Der Platz in der Fankurve lässt sich so auch fürs Jenseits sichern.

Würde – eine Frage des Preises?

Wie so oft als Begleiterscheinung eines Wandels wehren sich einige Interessengruppen, die existenziell mit den alten Traditionen verbunden sind, gegen die Neuerungen und geben zu bedenken, dies alles sei ein Zeichen von Werteverfall und Würdelosigkeit. Aber warum sollte eine kostengünstige Bestattung würdelos sein? Wenn Würde und der Ausdruck von Liebe tatsächlich davon abhängen, ob man seine Angehörigen für 1.000 oder für 10.000 Euro zur letzten Ruhe bettet – ja: dann sollte man wirklich von Werteverfall sprechen. Leider wird Angehörigen häufig suggeriert, der Preis mache die Würde.
In Hinblick auf möglichen Verfall der Traditionen empfiehlt Professor Reiner Sörries zukünftige Bestattungskultur rechtzeitig mitzugestalten, statt sich gegen Neues zu wehren: „Lösungen, die einerseits der Notwendigkeit einer zeitgemäßen Friedhofskultur und andererseits dem wünschenswerten Kulturauftrag gerecht werden sollen, müssen parallel zu den geschilderten Trends entwickelt werden und dürfen ihnen nicht widersprechen. Es wäre eine fatale Vorstellung, wollte man glauben, Friedhofskultur gegen die bestehenden Trends fortschreiben zu können.“ Die FreeLounge hat sich umgesehen und einige Beispiele für zukunftsfähige Alternativen zum teuren Reihenerdgrab zusammen gestellt.

Königlich gebettet:
Cheops-Urnenpyramide

Im Saarland findet man eine besonders schöne Form des Kolumbariums, die Urnenpyramide der Cheops Kolumbarien GmbH. Sie wirkt offener und lichter als eine Urnenwand. Bisher finden sich drei dieser Bauwerke auf dem Friedhof Riegelsberg und zwei auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken. „Die Pyramiden kommen bei den Nutzern sehr gut an“ erklärt Rudolf Zarth, Hersteller und Betreiber der Anlage. „In Saarbrücken waren so viele Vorkäufe bei der Eröffnung der ersten vorhanden, dass wir sofort eine zweite bauen mussten.“
Die Grabkammer in der Cheops-Urnenpyramide benötigt keinen Pflegeaufwand seitens der Hinterbliebenen. Um den Verstorbenen zu ehren, können Kerzen und Blumenschmuck auf die Granitbalustrade vor die Kammertür gestellt werden – eine Möglichkeit, die viele klassische Urnenwände oft nicht bieten. Bis zu vier Urnen können in derselben Kammer beigesetzt werden. Rudolf Zarth, erläutert den Kostenaspekt: „Da die Tür der Urnenkammer mit allen Daten des Verstorbenen den meist teuren Grabstein ersetzt, ergibt sich schon hier ein erheblicher Kostenvorteil. Es entfällt das Ausheben und Verfüllen eines Urnengrabes.“
Zudem bietet die Anlage die größtmögliche Flexibilität: Wenn Hinterbliebene möchten, kann die Urne jederzeit dauerhaft in das Innere der Pyramide verbracht werden. Die Urnenkammer wird dann wieder frei, die Miete entfällt und die Urne hat einen würdigen Ruheplatz.

Flexibel:
Urnensysteme mit modularem Aufbau

Die meisten Anbieter von Urnenkammern für den Außenbereich bieten modular aufgebaute Systeme an, mit denen bestimmte Bereiche des Friedhofs flexibel auf die Urnenbestattung umgestellt werden können. Ob Stelen oder Wände: Gerade mit modularen Urnensystemen lässt sich das Angebot behutsam in die Friedhofsgestaltung integrieren und nach Bedarf erweitern. Ein schönes Beispiel findet sich in Völkingen, wo Stelen der Firma Paul Wolff Steinschrank Manufaktur naturnah in den Waldfriedhof integriert wurden.
Ein Beispiel für eine Lösung für eine große Menge an Urnenplätzen findet sich unter anderem in Mülheim Dümpten: Hier wurden Urnenwände mit Urnenerdgräbern kombiniert. Die Elemente aus dem Urnenwandsystem wurden so gruppiert, dass drei offene Kolumbarien entstanden sind, die sich räumlich voneinander abgrenzen. Hierzu wurden Eckelemente so eingefügt, dass sie eine räumliche und optische Trennung bewirken. Die Urnenerdgräber befinden sich jeweils in der Mitte. Durch die Kombination der beiden Bestattungsformen entsteht eine besondere Atmosphäre, die keine der beiden Grabanlagen alleine erreicht hätte.

Innenraum-Kolumbarium

Daneben gibt es auch leichtere Urnenkammersysteme, die schnell und flexibel von Arbeitern ohne Gerät an Ort und Stelle in Innenräumen aufgestellt werden können – so wird aus einer ungenutzten Kirche, einer historischen Halle oder einem Stadthaus ein würdiges und vor allem wetterunabhängiges Kolumbarium. Auch so kann eine Gemeinde Immobilien um- oder zwischennutzen und dabei gleich den Bedarf an Alternativen zur Erdbestattung im Sarg decken. Ein Vorteil aller Kolumbarien liegt übrigens im Raumbedarf: Er ist naturgemäß im Vergleich zu Gräbern sehr gering. Die „Interessengemeinschft Alt-Katholische Kolumbarien und andere Friedhöfe“ hat in Düsseldorf zwei und in Duisburg eines solcher Kolumbarien in Stadthäusern errichtet: Sie stehen allen Menschen mit und ohne Konfession zur Verfügung und bieten einen angenehmen, wetterunabhängigen Raum zum Besuch der Verstorbenen. „Unser Angebot wurde seit der Eröffnung am 31. Mai 2006 so gut angenommen, dass wir die Urnenkammern um 50 auf 120 erhöht haben. Das zweite Düsseldorfer Kolumbarium mit weiteren 260 Urnennischen soll noch in diesem Jahr im Bestattungshaus Frankenheim eröffnet werden. Die bisherige Praxis hat gezeigt, dass die Kolumbarien von allen Amtskirchen genutzt werden.“ So Claus Frankenheim, Geschäftsführer des gleichnamigen Bestattungshauses und Betreiber der Anlage.

Die Grabgemeinschaft in vielfältigen Formen

Eine pflegeleichte und kostengünstige Alternative zum Einzelgrab stellen Gemeinschaftsgräber dar, die allerorts mehr werden. Diese sind vielen Menschen bisher nur als anonyme Grabstellen bekannt. Dazu erklärt Dipl.-Ing. Klaus Güß, Landschaftsplaner des Kasseler Büros Planrat, dass sich auf die Planung und Realisierung von Friedhöfen spezialisiert hat: „Die große Verbreitung der anonymen Urnengräber rührt daher, dass es lange Zeit das einzige für die Hinterbliebenen ‚pflegefreie’ Bestattungsangebot darstellte. Die Anonymität war dabei selten dezidiert gewünscht, sondern wird meist eher als Nebeneffekt ertragen. Aus diesem Grunde gilt heute die Suche nach besseren Konzepten, die den Grabnutzern sowohl Pflegefreiheit als auch eine würdige Gestaltung verbunden mit einer Namensinschrift bieten. Die denkbaren Lösungen dazu sind vielfältig: z. B. gemeinschaftliche Grabfelder mit Sitzangeboten und attraktiven, professionell-gepflegten Zierpflanzungen oder pflegeleichte Rasengräber, bei denen die Hinterbliebenen noch einen kleinen Streifen an eigenem Pflanzbeet selbst gestalten können.
Die Friedhofsverwaltungen bieten damit Entlastung von der Bürde der Grabpflege und Raum für eine zeitgemäße Trauerbewältigung.“ Als Beispiel dafür realisierte Planrat ein Gemeinschaftsgrab in Geesthacht, das besonders durch die mittige Stele mit Namenstafeln auffällt: Diese werden jeweils um den Namen eines Verstorbenen erweitert.
Der Wandel von der Erd- zur Feuerbestattung vollzieht sich langsam, aber stetig, in Großstädten lassen sich schon 50 bis 80 Prozent einäschern: Aber noch gibt es das klassische Reihenerdgrab für den Sarg. Eine hohe Nachfrage vermelden die Spezialisten von Planrat allerdings für die pflegeleichte Variante des gemeinschaftlichen Reihengrabfeldes: Ein solches wurde beispielsweise ebenfalls auf dem Waldfriedhof Geesthacht realisiert. Hier ruht der Hauptteil des Grabes unter einer Rasenfläche. Am den Kopfenden befinden sich individuelle Grabsteine mit Minimalbepflanzung und eine Reihe Apfelbäume.
Sehr schön und sehr symbolisch wirkt ein Urnen-Gemeinschaftsgrab, wenn es um einen Baum angelegt ist: In einem separaten Friedhofsareal des Nienburger Friedhofes wurde die Ruhegemeinschaft Baumesruh errichtet und im April eingeweiht. Diese hochwertige Grabanlage ist mit einer Granitsteinkante eingefasst. In den vier Ecken der Grabanlage steht jeweils eine kleine Granitsäule. Hierauf werden die Namen der
Verstorbenen eingraviert. Im Zentrum der Grabstätte steht ein Ginkgo-
Baum als Symbol für Freundschaft und Zuneigung. In dieser Ruhegemeinschaft können insgesamt acht Urnen bestattet werden. Die Hinterbliebenen haben die Möglichkeit Blumensträuße niederzulegen und sind über die Laufzeit von 25 Jahren von der Grabpflege befreit.

Kommunale Flächen für Waldbestattungen

Seid die Unternehmen Friedwald und Ruheforst als Partner des kommunalen oder kirchlichen Trägers von Bestattungswäldern mit ihren Angeboten so erfolgreich sind, dass man allerorts „Friedwald“ oder „Ruheforst“ nicht für eine Marke, sondern für die Bestattungsart hält, ist klar, dass solche Waldstücke von jeder Kommune bei ihren Zukunftsplanungen berücksichtigt werden sollten. Bei der Baumbestattung wird die Asche in verrottbaren Urnen begraben und geht später in den Kreislauf der Natur über. Ein Namensschild am Baum macht auf die Grabstätte aufmerksam. Die Bäume werden zum natürlichen Grabmal. Welche Rituale die Beisetzung begleiten, ist eine individuelle Frage: Christliche Beisetzungen sind ebenso üblich wie alternative Formen.
„Nur standortgerechte Laubwälder, mit einem geringen waldbaulichen Risiko, kommen für die langfristige Anlage eines solchen Bestattungswaldes in Frage.“ erfährt man auf der Webseite der Ruheforst GmbH. Da ein Wald nur langsam wächst, planen vorausschauende Kommunen die Anlage oder Umnutzung vorhandener Waldflächen deshalb jetzt schon ein, auch wenn sich der Trend in ihrer Region erst langsam abzeichnet. Interessenten erfahren zum Beispiel auf der Webseite von Friedwald, wie die Zusammenarbeit organisiert ist: „Die Ausweisung und Genehmigung von Friedwäldern ist eine Gemeinschaftsleistung von Kommunen, Waldbesitzern, Forstverwaltungen und dem Unternehmen Friedwald. Die strengen Bestattungsgesetze in Deutschland erlauben die Realisierung von Friedwäldern nur in Kooperation mit einem kommunalen oder kirchlichen Träger. Diese Partnerschaft garantiert Sicherheit durch einen öffentlich-rechtlichen Träger, bietet zugleich die Flexibilität und die infrastrukturellen Möglichkeiten der privaten Partner und die Kompetenz jedes einzelnen Waldbesitzers.“

Aschestreuwiesen als überirdische
Alternative

Wie bei der Baumbestattung liegt bei der Verstreuung der Asche der Gedanke zugrunde, den Verstorbenen in den Kreislauf der Natur zurück zu führen. Hier kommt noch die Symbolik der Freiheit der Asche hinzu, denn nicht jeder kann sich mit der Vorstellung arrangieren, in einem dunklen Gefäß – sei es Sarg oder Urne – zu enden. Je nach Anbieter ist diese Bestattungsart anonym oder kann auch mit Namentafeln gestaltet werden. Die erste Aschestreuwiese wurde 1985 in Rostock eröffnet, weitere finden sich vor allem in den östlichen Bundesländern. Auch hier steigt die Nachfrage. Die strengen Bestimmungen lassen Aschestreuwiesen aber noch nicht in allen Bundesländern zu.

Wachsender Bedarf an muslimischen Grabstätten

Noch lassen sich die meisten der in Deutschland lebenden Muslime nach ihrem Tod in ihrem Ursprungsland überführen. Künftig wird es aber immer mehr muslimische Verstorbene geben, die hier geboren sind und für immer bleiben möchten. „Für immer“ ist dabei wörtlich zu nehmen: Nach muslimischer Sitte müssen Verstorbene auf ewig gen Mekka gerichtet in Erde liegen, in denen noch kein Toter gelegen hat. Das Grab darf nicht, wie in Deutschland üblich, nach etwa 25 Jahren aufgelöst werden. Zudem gilt derzeit in Deutschland noch der Sargzwang für alle Verstorbenen unabhängig von der Bestattungsart. Muslime werden hingegen in Leinentücher gewickelt und so begraben. Auch die Grabgestaltung ist nach ihren Traditionen nicht immer Friedhofssatzungs-konform. In Niedersachsen bemüht man sich schon lange um angemessen Angebote: So gibt es seit 1989 in Hannover ein muslimisches Grabfeld. Seit 2005 hat Niedersachsen die rechtlichen Voraussetzungen für weitere geschaffen und im Januar dieses Jahres wurde die „Arbeitsgemeinschaft muslime Bestattungen für Friedhöfe in Hannover“ gegründet, die als Ansprechpartner zwischen allen Interessengruppen vermitteln.

Sepulkralmuseum in Kassel

Diejenigen, die durch die Veränderungen in der Bestattungskultur gleich den Niedergang der Kultur schlechthin befürchten, kann diese Sorge durch den Blick auf die Geschichte genommen werden: Zu allen Zeiten hatten Menschen ihre eigene, zu ihren lokalen und klimatischen Bedingungen, ihren religiösen oder spirituellen Ideen und ihren Lebensumständen passende Bestattungskultur. Welche das im Einzelnen war, ist im Sepulkralmuseum in Kassel zu sehen. Es bietet durch Blicke in alle Kulturen und Zeiten interessante Inspirationen für den kommunalen Planer. Die jetzigen Veränderungen in der deutschen Bestattungskultur läuten eine neue Zeit ein mit erweiterten individuellen Spielräumen für den Ausdruck von Liebe und Trauer jenseits starrer Vorschriften. So, wie es in unseren Nachbarländern – allen voran der Schweiz und den Niederlanden – schon lange gang und gäbe ist. Vielleicht ist diese neue Bestattungskultur in ihrer individuellen Vielfalt ehrlicher und herzlicher als das traditionell bekannte. Und finanziell realistischer. Ganz sicher aber nicht würdeloser.

Dagmar Thiemann